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Zibello
war Sitz prähistorischer und römischer Ansiedlungen.
Im 14. Jh. übernahmen die Pallavicino die Kontrolle,
die sie bis zum Zeitalter Napoleons behielten, auch wenn das
Vasallentum nicht abgeschafft war und die Konflikte der Visconti
und der Sforza von Mailand (14. und 15. Jh.) sowie der Farnese
und der Bourbonen (16. bis 18. Jh.) schwelten. Der Palazzo
Pallavicino ragt vom Hauptplatz des Dorfes empor, hat einen
quadratischen Grundriß mit zentralem Hof und einer Hauptvorderfront,
die von einer Laube geprägt ist und über vieleckige
Pfeiler und Schildkapitelle verfügt.
Der älteste Teil unterscheidet sich durch breite Bögen
und den Überschwang der Ton- und Kalkverzierungen, die
typisch für die internationale Gotik sind. Die tönernen
Kacheln, die diesen Teil verzieren, sind Zeichen dafür,
daß dieser Teil des Palastes auf die ersten Jahrzehnte
der Stadtherrschaft von Giovan Francesco Pallavicino (1460/70)
zurückgeht.
Das verbleibende Segment des Gebäudes, das einst den
öffentlichen Ofen, die Osteria und das Zollhäuschen
umfaßte, verrät den Einfluß der Renaissancekunst
und wurde daher vermutlich Anfang des 16. Jahrhunderts zu
Zeiten von Clarice Malaspina, der Witwe von Federico Pallavicino
errichtet.
Die Tonverzierungen in dem Teil des Palastes aus dem 16. Jahrhundert
wie auch andere architektonische Erhebungen des Dorfs wurden
in der Ziegelei der De Stavoli aus Cremona hergestellt, die
in Zibello ab 1470 tätig waren. 1804 wurde im Palast
auf Drängen des Marchese Antonio Pallavicino ein Festsaal
zur Belustigung des Volkes eingerichtet.
Das Gebäude blieb bis zur Aufhebung des Lehnssystem im
Zeitalter Napoleons Eigentum der Pallavicino und der Rangoni
und wurde 1905 von der Kommunalverwaltung erworben.
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