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Die
turbulente Geschichte des Dörfes Varano ist
untrennbar mit der des Schlosses verbunden, das im 15. Jahrhundert
als Garnison errichtet wurde. Nach der Rückeroberung
des Lehens durch Roland den Herrlichen kehrte das Gebäude
1452 endgültig in den Besitz der Pallavicino zurück
und erhielt seine heutige Gestalt, die es von den anderen
Schlössern um Parma aus dem 15. Jahrhundert in vielen
Aspekten unterscheidet. Differenzierende Elemente sind z.B.
die vier nicht-eckigen Türme, die Südwestfassade
mit den drei nebeneinanderliegenden Türmen und das Eingangsportal,
das sich auf eine Seite des Turms hin öffnet; eine sicherlich
ungewöhnliche, aber taktisch sehr effiziente Lösung.
1805 folgten die Levacher den Pallavicino als Besitzer des
Schlosses und verwalteten es bis 1965. Heute gehört das
Schloß der Gemeinde.
Die heutige Befestigungsstruktur mit rechteckigem Grundriß
und Ecktürmen umfaßt noch die Umwallung aus dem
15. Jahrhundert mit vortretenden Kragsteinen und einer Stützmauer.
Die inneren Strukturen des Gebäudes zeigen hingegen die
Spuren wiederholter Restaurierungs- und Anpassungseingriffe,
die seit dem 18. Jahrhundert (in dem von Alessandro Pallavicino
1715 die Prunktreppe angelegt wurde) und bis zum 20. Jahrhundert
(mit der teilweisen Umgestaltung nach dem ersten Weltkrieg
durch die Familie Levacher) durchgeführt wurden.
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