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Colorno: Kunst und Geschichte
Kunst und Geschichte Der Herr und der Hof
Audiovisuelle Installation  
Vorderansicht des Königspalastes
von Colorno
Zoom
Colorno wurde am rechten Ufer in einer Flußschleife des Torrente Parma erbaut (10.-11. Jh.) und war somit ein strategischer Punkt für die Kontrolle des Flußverkehrs zwischen der Emilia und der Lombardei.
Im Jahre 1448 wurde die Festung von Francesco Sforza erobert, der Roberto Sanseverino zu seinem getreuen Söldnerführer machte.
Dank Barbara Sanseverino wandelte sich die nüchterne Festung Ende des 16. Jahrhunderts in einen belebten Renaissancehof um und wurde um den berühmten Garten im italienischen Stil mit Buchsbaumhecken, Rosenbeeten und Labyrinthen bereichert.
Die Sanseverino verloren Colorno 1612 als Ranuccio I Farnese Barbara Sanseverino hinrichten ließ und alle ihre Besitztümer konfiszierte.
Die Farnese kürten Colorno zu ihrer Sommerresidenz. Die Festung des 16. Jahrhunderts verwandelte sich in einen luxuriösen Königspalast und Barbaras Garten wurde ein großer Park im französischen Stil, der im landwirtschaftlichen Maßstab angelegt wurde.
1749 wurde Colorno die herzögliche Residenz der Bourbonen. Zu dieser Zeit wurde die Struktur des Palastes tiefgreifenden Veränderungen unterworfen: Filippo betraute den französischen Architekten Ennemond Alexandre Petitot mit dem Wiederaufbau der Ehrenfreitreppe inmitten der Fassade zum Garten hin und Ferdinando ordnete später den Bau eines seiner Appartements sowie einer Kirche und eines Klosters für die Mönche des Dominikanerordens an.
1815 trat das Herzogtum in den Besitz der früheren Kaiserin Marie Luise von Österreich über, die den Garten zu ihrem Steckenpferd machte und daher Carlo Barvitius mit der Neuanlegung des Parks nach dem romantischen, englischen Modell beauftragte. Nach der Einheit Italiens diente der Palast zunächst einer Militärschule (1862-64) und wurde danach von der Provinz in eine psychiatrische Pflegeanstalt umfunktioniert. Heute beherbergt der Königspalast nach umfassenden von der Provinz Parma unterstützten Restaurierungsarbeiten drei zeitweilige Ausstellungen..