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Busseto: Kunst und Geschichte
Kunst und Geschichte Der Herr und der Hof
Die Restaurierung Audiovisuelle Installation
Busseto, Überblick über die
Villa Pallavicino, 16. Jh.
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Busseto ist ein bedeutendes, mittelalterliches, von der Landwirtschaft geprägtes Städtchen, das an einem für die Kontrolle der Furten am Po zwischen der Lombardei und der Emilia günstigem Ort liegt. Es wurde im 10. Jh. gegründet, als Kaiser Otto II den Pallavicino, die das nachfolgende Geschlecht der toskanischen Dynastie der Obertenghi waren, das Gebiet als Lehen abtrat.
Die Pallavicino funktionierten Busseto zum Hauptsitz ihres gesamten Territoriums um. Zwischen dem 14. und 15. Jahrhundert verwandelten sie das Dorf ganz nach dem höfischen Geschmack der damaligen Zeit in eine reiche und elegante Stadt. Die Blüte der damaligen Zeit ist sehr schön in der Kirche Collegiata di San Bartolomeo, wo die Fresken von Michelangelo Anselmi zu bewundern sind sowie in der Kirche Santa Maria degli Angeli zu sehen, die die Beweinung des toten Christus von Guido Mazzoni enthält: zwei der Personen aus der plastischen Gruppe verkörpern die Stadtherren aus Busseto.
Zwischen dem 18. und 19. Jahrhundert erstrahlte Busseto durch den Bau von Herrschafts-palästen und Kirchen noch mehr im Glanz und bildete ein Stadtnetz, das einer kleinen Hauptstadt würdig war. In dieser Zeit erblickte auch Bussetos berühmtester Sohn das Licht der Welt: Giuseppe Verdi (1813-1901).

Villa Pallavicino
Mit der Errichtung der Villa wurde im frühen 16. Jahrhundert begonnen. Als 1533 Karl V sein Stelldichein gab, befand sich das Gebäude noch im Bau. Zwischen dem 17. und 18. Jahrhundert wurde die Villa erweitert und im Barockstil verziert. In die von einem quadratischen Wassergraben umgebene Villa gelangt man über eine Brücke durch den Pavillon der Portiersloge, die ein erlesenes Meisterwerk des Rokoko ist.
Im inneren Bogengang werden wichtige Zeugnisse aus dem Zeitalter der Renaissance aufbewahrt: Gesims aus grob behauenen Buckelquadern (Bossen) und der auf vier Seiten offene Raum der Buffalora mit Schirmgewölbe, das mit Fresken mythologischer Figuren und den Grotesken im Stile Bagliones und anderer emilianischer Dekorateure der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts bemalt ist.